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Die Geschichte der Fotografie

Fotografie begeistert uns seit über 200 Jahren. Die Chance, einen Moment aus der Geschichte festzuhalten, ist ein faszinierender Gedanke. Als die ersten Fotoapparate entwickelt wurden und die ersten Fotografen übers Land zogen, war eine Fotoaufnahme der Familie noch etwas Besonderes. Die gesamte Familie versammelte sich in Sonntagskleidung und stellte sich für die Fotografie auf. Vom ersten Blitz bis zur Fertigstellung der Aufnahme dauerte es fast dreißig Minuten. Es waren verschiedene Chemikalien notwendig, um eine Schwarz-Weiß-Abbildung der Menschen oder Gegenstände zu erstellen.

Die Geschichte der Fotografie begann Anfang des 19. Jahrhunderts. Zuerst wurde die ‚Camera Obscura‘ entwickelt. Sie ging allerdings schon auf den Philosophen Aristoteles im 4. Jahrhundert v. Chr. zurück. Die ‚Camera Obscura‘ war ein Kasten mit einer Linse. Der Kasten musste abgedunkelt sein. Sobald in den Kasten Licht einfiel, gab die Kamera ein spiegelverkehrtes Bild ab. Fast in allen europäischen Städten gab es Modelle der ‚Camera Obscura‘. Diese frühe Version der Kameratechnik begeisterte das Publikum und erweiterte das menschliche Verständnis.

Der Franzose Joseph Niépce benutzte die ‚Camera Obscura‘, um einen Bildabzug herzustellen. Der Nachteil seiner Aufnahmen war, dass sie schnell verblassten. Im Jahr 1826 gelang es ihm, den Blick aus seinem Arbeitszimmer aufzunehmen und ein beständiges Bild zu schaffen. Mit seinem Kollegen Louis Daguerre arbeitete er an der Weiterentwicklung der Kameratechnik und Verkürzung der Belichtungszeiten. Zur Erstellung einer Aufnahme wurde eine Jodsilber-Platte verwendet, welche mit Quecksilber bedampft wurde. Der Brite William Henry Fox Talbot entwickelte die Fotografie weiter. Bei seinem Verfahren war die Aufnahme grobkörnig und weniger scharf. Dafür konnte man aus einer Aufnahme mehrere Abzüge erstellen.

Die Kleinbildkamera wurde um 1924 n. Chr. entwickelt. Von da an konnten auch Privatleute Fotoaufnahmen machen und ihre Welt festhalten. Sie verwendete einen 35-Millimeter-Kinofilm, um die Aufnahmen festzuhalten. Entwickelt wurden die Aufnahmen in einem chemischen Prozess.

Im 20. Jahrhundert entwickelte sich auch die Kunstfotografie weiter. Es entstanden Museen, die Kunstaufnahmen von Menschen und Gegenständen aufnahmen. Die Fotografen spezialisierten sich mit der Zeit auf Tieraufnahmen, Naturaufnahmen, Architekturaufnahmen, auf Fotografien von Städten und Landschaften sowie auf die Darstellung von Menschen. Schließlich gab es auch den Beruf des Paparazzo. Paparazzi befassen sich gezielt mit Prominenten, um von ihnen die besten und brisantesten Aufnahmen zu erhalten.

Im 20. Jahrhundert wurde auch die Spiegelreflexkamera entwickelt. Sie hatte einen Körper, auf den sich verschieden starke Objektive aufsetzen ließen. Mit einem Weitwinkelobjektiv ließen sich Panorama-Landschaften oder Objekte aus besonderer Nähe darstellen. Das Experimentieren mit diesen Einstellungen bereitete große Freude und entwickelte die Wahrnehmungsfähigkeit des Fotografen.

Für Künstlerfotos können heute hunderttausende Euros erzielt werden, wenn sie professionell ausgestellt und von einem Galeristen in eine Sammlung aufgenommen wurden. Auch für die Modebranche werden Fotografinnen und Fotografen gebraucht, die die neueste Kameratechnik für das Fotografieren von Bekleidungs-Kollektionen und Kollektionen von Schuhen verwenden.